Menschliches Zusammenleben- und arbeiten ist mit Auseinandersetzungen und Konflikten verbunden. Allen Konflikten liegen Differenzen zugrunde, aber nicht alle Differenzen sind schon Konflikte. Es kommt darauf an, wie Menschen die Differenzen erleben und wie sie mit ihnen umgehen. In verschiedenen Kulturen und Nationalitäten gelten unterschiedliche Regeln, Normen und Werte, die im Umgang miteinander häufig zu Unverständnis, Missverständnissen und Konflikten führen. Aufgrund von Unsicherheiten, Berührungsängsten und / oder sprachlichen Schwierigkeiten werden diese Unterschiede häufig nicht angesprochen, sondern das Verhalten der anderen Kultur wird als verletzend, anstößig oder als "nicht normal" verstanden. Konflikte bieten die Chance, unterschiedliche Interessen zu erkennen und auszuhandeln. Denn erst durch das Erkennen und Aussprechen eines Konfliktes werden unterschiedliche Erwartungen deutlich und es besteht die Möglichkeit, eine gemeinsame Basis zu erarbeiten. |
Konflikte mit interkulturellem Hintergrund berühren häufig Grundwerte der jeweiligen Kultur. Werte sind nicht diskutierbar, so dass es um so wichtiger ist, Interessen und Bedürfnisse herauszuarbeiten, die durchaus auf beiden Seiten ähnlich sein können. Kulturdolmetscher werden geschult, um in Konflikten zu vermitteln und zu beraten, in denen die unter-schiedliche kulturelle Herkunft der Konfliktparteien eine Rolle spielt. Einsatzmöglichkeiten:
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ReferenzprojektIm Auftrag des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen haben wir in Kooperation mit ergon+partner 15 Mitarbeiter der Caritas Beratungsstelle und Bewohner des Stadtteils Unterbarmen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen in mediativen Techniken ausgebildet. |
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