Konflikte gehören zum menschlichen Zusammenleben und zum Alltag jedes Unternehmens. Das Problem ist daher nicht der Konflikt an sich, sondern die Frage, wie er bearbeitet wird und wie das Unternehmen damit umgeht. Näher betrachtet stecken in vielen Konflikten Hinweise auf notwendige Veränderungen und das Potenzial für wichtige Verbesserungen. Deshalb ist es für ein Unternehmen von großer Bedeutung, einen konstruktiven und niedrigschwelligen Umgang mit Konflikten zu entwickeln, der es ermöglicht, die positiven Anteile zu erkennen und zu nutzen, sowie die negativen gezielt zu bearbeiten. Die Unternehmensgruppe Wozabal ist ein textiler Vollversorger mit ca. 800 MitarbeiterInnen und 6 Standorten in Österreich und Tschechien. Sie hat mit der MEDIUS GmbH ein Konfliktmanagement-System eingeführt, das große internationale Beachtung gefunden und eine Reihe von Auszeichnungen erhalten hat. |
AusgangssituationDie Unternehmensgruppe Wozabal ist ein Familienunternehmen, das in der 3. Generation von Karl Wozabal aus einem kleinen Wäschereibetrieb zu einem Hi-Tech-Dienstleister für textile Vollversorgung aufgebaut wurde. Mit dem 4. Generationenwechsel zum jetztigen Geschäftsführer Ing. Christian Wozabal MBA wurde ein ehrgeizger Reorganisationsprozess eingeleitet. Auch ohne diese Veränderungen auf allen Unternehmensebenen gäbe es in einem Betrieb mit 39 Nationalitäten ausreichend Konfliktpotenzial. Eine erfolgreiche MEDIUS-Konfliktbearbeitung im Dezember 2007 führte zum Entschluss der Geschäftsleitung, gemeinsam mit dem Betriebsrat ein innerbetriebliches Konfliktmanagementsystem einzuführen. Folgende Ziele waren dabei wichtig:
Systemdesign:Angebote der Konfliktlotsen
Die überbetriebliche Konfliktkommissionunterstützt die Konfliktlotsen bei ihrer Tätigkeit, sichert den Erfahrungsaustausch und die Weiterbildung. Übersteigt ein Konfliktfall den definierten Tätigkeitsbereich eines Konfliktlotsen, so besteht auf Wunsch des Klienten die Möglichkeit einer Weiterleitung an die Kommission. Diese bietet weitere Bearbeitungsmöglichkeiten an:
Lernende OrganisationDie systemisch relevanten Erkenntnisse aus den bearbeiteten Konflikten werden von der Konfliktkommission in genau definierter, anonymisierter Form ausgewertet und dem Management zur Verfügung gestellt. So wird sichergestellt, dass nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursachen der auftretenden Konflikte behandelt werden können. Das Unternehmen kann auf diese Weise die konstruktive Energie und die positiven Anteile aus Konflikten für die Personal- und Organisationsentwicklung nutzen. |
Das Projekt wurde in folgenden Prozessschritten eingeführt:Aufbau der Projektablaufstruktur - Bildung einer SteuerungsgruppeTeilnehmer: Geschäftsführung, Betriebsratsvorsitzende, HR Management
Analyse von Spannungs- und Konfliktfeldern
Aufbau der Konfliktkommission und des Konfliktlotsensystems
Qualifizierung der Konfliktlotsen / Konfliktkommissionin Grundlagen des Konfliktmanagements.
Einführung des Konfliktmanagementsystems
Weiterentwicklung
|
||
|
IHRE ANSPRECHPARTNER
|